Deutsche Biografie

Wilson Hermanto, Dirigent

Geschätzt für sein umfangreiches musikalisches Können, seine natürliche Orchesterführung und bestechende Eleganz, wird der Dirigent Wilson Hermanto regelmäßig zu hochkarätigen internationalen Engagements eingeladen.

2017 wurde Wilson Hermanto zum Ersten Gastdirigenten des Kammerorchesters Cameristi della Scala ernannt.
In der Saison 2020/2021 wird Wilson Hermanto das Orchester im Rahmen von verschiedenen wichtigen Projekten dirigieren: so etwa mit dem Cellisten Daniel Mülller-Schott in Italien (Verona und Imola), mit dem Pianisten Ramin Bahrami in Österreich (Klagenfurt) sowie mit Bachs Matthäus-Passion in Mailand, Lausanne sowie während einer Tournee in Hongkong.

 

Als Gastdirigent wird Wilson Hermanto seine Debuts mit dem argovia philharmonic in der Schweiz sowie der George Enescu Philharmonie in Bukarest haben.

In der vergangenen Saison 2019/2020 trat Wilson Hermanto mit den Cameristi della Scala beim George Enescu Festival in Rumänien auf und brachte das Orchester nach Frankreich (La Rochelle) und in die Schweiz (Vevey). Weitere Höhepunkte waren Debuts mit dem Philharmonischen Orchester von Warschau, mit der Sinfonia Varsovia, mit dem Orchestra der Accademia del Teatro alla Scala sowie eine Wiedereinladung mit dem Orchestre national de Metz in Frankreich. In den beiden vorangehenden Saisons dirigierte Wilson Hermanto die Cameristi della Scala in Deutschland (Eckelshausener Musiktage), Frankreich (Grenoble), in der Schweiz beim Variations Musicales de Tannay Festival sowie im Rahmen der renommierten Meisterinterpreten Reihe der Tonhalle Zürich, beim Izmir International Music Festival in der Türkei und beide Saisons – auch anlässlich des Konzertes zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein – am Teatro alla Scala di Milano.

Als Gast erhielt er Wiedereinladungen vom Mariinsky Orchestra und dem Szczecin Philharmonic Orchestra. Debuts erfolgten unter anderem mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg und dem Orquesta Sinfónica Nacional de Chile.

Auf die Einladung von Valery Gergiev hin hatte Wilson Hermanto mit der Aufführung von Mozarts Don Giovanni dein Dirigierdebut am Mariinsky Theater in St. Petersburg und dirigierte ebenso einen Zyklus sinfonischer Konzerte mit Musik Mozarts mit dem Mariinsky Orchester. Als früherer Protegé von Pierre Boulez dirigierte Wilson Hermanto das Ensemble für neue Musik Contrechamps im Rahmen des Festakts zum 90. Geburtstag von Boulez in Genf.

Seit einigen Jahren tritt Wilson Hermanto regelmäßig in Frankreich auf, so beispielsweise mit dem Orchestre national de Lyon, dem Orchestre philharmonique de Radio France, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Orchestre de chambre de Paris, dem Orchestre national d’Île de France.

Zu weiteren Höhepunkten zählten Konzerte mit Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, dem Prague Symphony Orchestra, dem BBC National Orchestra of Wales, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Orchestre de chambre de Lausanne, der NDR Radio Philharmonie Hannover, dem Schleswig-Holstein Festival Orchester, dem Ulster Orchestra (Belfast), dem Florida Orchestra, der Symphony Silicon Valley (San Jose, California), dem English Chamber Orchestra, dem Malaysian Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de chambre de Genève, dem Orquesta Filarmónica de Bogotá, dem Orquesta Filarmónica de Jalisco (Guadalajara, Mexico) sowie dem London Philharmonic Orchestra.

Mit einem weitreichenden Repertoire an Musik der Barockzeit bis hin zu Kompositionen der Gegenwart dirigiert Wilson Hermanto regelmäßig Konzertprogramme und Werke bedeutender zeitgenössischer Komponisten und Komponistinnen wie Zygmunt Krauze, Bruno Mantovani, Jörg Widmann, Agata Zubel, Thuridur Jónsdóttir, Helmut Lachenmann, Giovanni Sollima, Magdalena Długosz, H.K Gruber, Matteo Franceschini, Enno Poppe und Lowell Liebermann.
Zu den Solisten und Solistinnen, mit der Dirigent gearbeitet hat zählen Lang Lang, Gautier Capuçon, Daniel Müller-Schott, Sergei Babayan, Boris Berezovsky, Alexei Volodin, Christine Goerke, Miah Persson, Alina Pogostkina, Guy Braunstein, Nils Mönkemeyer, Kian Soltani, Richard Galliano, Radek Baborák sowie das Trio Wanderer.

Geboren in Jakarta/Indonesien mit chinesischen Vorfahren und seit über 10 Jahren in der Schweiz ansässig, erhielt der indonesisch-amerikanische Dirigent seine musikalische Ausbildung früh in den Fächern Klavier und Geige. Er schloss sein Violinstudium am Peabody Conservatory of Music in Baltimore ab und studierte daraufhin an der Manhattan School of Music Dirigieren beim schwedischen Maestro Sixten Ehrling. Sir Colin Davis wurde ein wichtiger musikalischer Mentor, der sich persönlich dafür einsetzte, Wilson Hermantos Können als Dirigent zu formen. Er war überdies einer der letzten Schüler der berühmten Dirigierklasse von Maestro Carlo Maria Giulini an der Scuola Musica di Fiesole in Italien. Er war Conductor Fellow des Tanglewood Music Centre, wo er mit Seiji Ozawa zusammen arbeitete sowie Conductor Fellow der Lucerne Festival Academy unter Pierre Boulez.

Als begeisterter Mentor der jüngeren Generation gab Wilson Hermanto Dirigier-Meisterklassen am Royal College of Music in London, an der Hochschule für Musik in Nürnberg und unterrichtete Kammermusik Meisterklassen am Conservatorio “Claudio Monteverdi” in Cremona. Er arbeitete mit den Orchestern verschiedener Musikhochschulen wie Genf und Lausanne in der Schweiz, Nürnberg in Deutschland oder dem Cleveland Institute of Music in den USA. Zwischen 1999 und 2002 war er Musikalischer Leiter des Young Musicians Foundation Debut Orchestra in Los Angeles.

August 2020